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Versichert und dennoch nicht geschützt?

Ob ein Unfall beim Grillen, überhitztes Fett in der Pfanne, Einnicken mit der glühenden Zigarette: Ein Feuer entsteht schneller als man denkt - und Privathaushalte verzeichnen die meisten Brandereignisse.

Vorbeugen ist die beste Strategie

Hand aufs Herz: Sind in Ihrem Haushalt Rauchmelder installiert, haben Sie einen Feuerlöscher parat? Statistiken zeigen das große Risiko auf: Jährlich kommen in Österreich bis zu 30 Menschen bei rund 4.000 Wohnungsbränden ums Leben. Auch die Sachschäden sind enorm - man sollte die Gefahr also nicht unterschätzen und mit geeigneten Maßnahmen vorbeugen.

Unterversicherung mindert Schadenersatz

Wenn es trotzdem brennt, verlassen sich viele Menschen auf ihre Eigenheim- oder Haushaltsversicherung, die entstandene Sachschäden in voller Höhe abdeckt. Doch Vorsicht: Besteht dieser Schutz schon seit vielen Jahren, liegt möglicherweise eine Unterversicherung vor - der tatsächliche Wert der Wohnung oder des Gebäudes ist mittlerweile höher als die damals gewählte Versicherungssumme. Mit bitteren Folgen: Auch Schäden unter diesem Wert werden dann nur anteilig erstattet.

Ein Rechenbeispiel

Ein alleinstehender Mann hat seine Wohnung mit einer Versicherungssumme von 55.000 € seinerzeit angemessen versichert: Als Student war er vergleichsweise bescheiden eingerichtet. Er wird beruflich erfolgreich, modernisiert die Räume, richtet ein modernes Bad und ein Arbeitszimmer ein, und leistet sich einige elektronische Anschaffungen sowie zwei teure Fahrräder. Der Einrichtungswert hat sich im Laufe der Jahre verdoppelt, als ein Feuer in der Küche einen Schaden von 36.000 € anrichtet. Da die Versicherungssumme nie angepasst wurde, ist eine Unterversicherung von 50% eingetreten – ihm werden nur 18.000 € ersetzt.

Falsche Flächenangaben

Ein weiterer häufiger Grund, der zu Unterversicherung führen kann, ist die falsche Angaben von Wohnflächen bzw. verbauten Flächen. Dies geschieht oft unbewusst, führt aber dazu, dass die Versicherungssumme für eine zu geringe Fläche ermittelt wurde. Speziell in Häusern mit genutzten Nebengebäuden oder ausgebauten Dachböden ergibt sich oft eine eklatante Diskrepanz zwischen angegebener und tatsächlicher Wohnfläche. Bei Wohnungen kann es beispielsweise vorkommen, dass Balkone in Wintergärten umgewandelt werden. Im Falle eines Schadens würden Sie auch hier auf einem Teil der Schadenssumme sitzen bleiben.

Werfen Sie daher regelmäßig einen Blick in die Polizze Ihrer Eigenheim- oder Haushaltsversicherung und überprüfen Sie, ob die veranschlagte Versicherungssumme bzw. die Größe Ihrer Wohnfläche noch immer passend ist.

Trend-Spielzeug Drohne: versichern oder nicht ...?

Bis zu 100.000 Drohnen surren aktuell am österreichischen Himmel, doch nicht alle müssen versichert sein. Die Leichtgewichte unter ihnen, die mit max. 79 Joule Bewegungsenergie (ca. 250 g) daherkommen, gelten als Spielzeug und sind nicht eigens versicherungspflichtig. Darunter fallen zum Beispiel Mini-Spielzeughubschrauber oder Minimodelle aus Schaumstoff. Erlaubt ist eine maximale Flughöhe von 30 Metern bei ständigem Sichtkontakt.

Rechtliche Unterscheidungen

Was mehr als 250 g wiegt gilt als Flugmodell, diese dürfen bis zu 150m Höhe und einen Radius von 500 Metern erreichen. Bei Flugmodellen kommt die reguläre, herkömmliche Haftpflichtversicherung für entstandene Personen- und Sachschäden nicht mehr auf. Zudem ist eine eigene Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben!

Noch schwerere Luftgeräte gelten als Unbemannte Luftfahrzeuge (Klasse 1 oder 2) und unterliegen ebenso wie Flugmodelle mit mehr als 25 kg bereits dem Luftfahrtgesetz und sind bewilligungspflichtig! (www.austrocontrol.at)

Drohnen und Privatsphäre

Hier gilt es zu beachten: Zur Wahrung der Privatsphäre gelten für Film- und Fotoaufnahmen mittels Drohnen zusätzlich noch die Bestimmungen des Datenschutzgesetzes.

Sollten Sie stolzer Drohnenbesitzer sein, erkundigen Sie sich jedenfalls, ob es sich dabei noch um ein Spielzeug oder schon um ein Flugmodell handelt – im schlimmsten Fall drohen hier nämlich Geldstrafen bis zu 22.000 €. Und in jedem Fall sollten Sie uns kontaktieren, um zu klären ob Ihr Fluggerät ausreichend versichert ist.

OP-Termin: Kassenpatienten warten länger!

Wenn man Menschen fragt, was sie sich am meisten wünschen, lautet die Antwort fast immer "gesund bleiben". Wenn es aber doch mal anders kommt als erhofft, werden dann alle Patienten gleich (schnell) behandelt?

Warten auf OP-Termin: der VKI hat getestet:

Der VKI (Verein für Konsumenteninformation) hat dazu 29 Krankenanstalten über eine anonyme Testperson betreffend einer Grauen-Star-Operation kontaktiert:

  • 8 Spitäler konnten im Falle einer Privatversicherung eine Verkürzung der Wartezeit anbieten (um bis zu 28 Wochen!!).
  • Im Rahmen einer offiziellen Anfrage teilten noch sieben Spitäler mit, dass sich die Wartezeiten für Privatversicherte verkürzen.
  • Vier Spitäler machten überdies ein besonderes Angebot: Die Wartezeit ließe sich voraussichtlich verkürzen, wenn vor dem Eingriff ein Besuch in der Privatordination des Primars erfolgen würde - gegen entsprechende privat zu begleichende Kosten.

Alleine schon durch diesen Test werden die Unterschiede zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung deutlich. Ohne Zweifel, die gesetzliche Krankenversicherung sorgt für eine (noch immer sehr gute) medizinische Grundversorgung (fast) aller in Österreich lebenden Menschen. Aber all jene, die für Ihre Gesundheit die schnellste und qualitativ beste Versorgung wollen, müssen privat vorsorgen.

Was sind die Vorteile einer privaten Zusatzkrankenversicherung: 

  • Sie werden vom Arzt Ihres Vertrauens betreut und bekommen rascher Termine - sowohl im Spital als auch in der Ordination
  • Sie liegen im Krankenhaus Ihrer Wahl (öffentlich oder privat)
  • Sie liegen auf Sonderklasse, also in angenehmer Atmosphäre im Einzel- oder Zweibettzimmer
  • Sie können wählen zwischen Schulmedizin oder alternativmedizinischen Heilbehandlungen
  • Sie können eine 2. Meinung vor Operationen einholen
  • Sie können Ihr Kind während seines Aufenthalts im Spital begleiten
  • Sie erhalten Tagegeld nach einem Spitalsaufenthalt (optional)

Eine gängige Meinung lautet, eine private Krankenversicherung sei fast unleistbar. Dass es aber entgegen dieser Meinung auch sehr gute Lösungen in einem finanziell überschaubaren Rahmen gibt, kann Ihnen Ihr OVB-Berater gerne in einem persönlichen Gespräch zeigen.

 
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