Arbeiten neben dem Studium: Alles, was du zum Thema Studentenjob wissen musst

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Arbeiten neben dem Studium: Alles zum Thema Studentenjob

Vom Hörsaal ins Büro: Die Mehrheit der europäischen Studenten geht neben dem Studium arbeiten. Ein Nebenjob bessert dabei nicht nur die knappe Haushaltskasse auf. Als Werkstudent sammelst du auch wertvolle Praxiserfahrungen für später, knüpfst Kontakte und kannst schon vor deinem Abschluss in die Branche hineinschnuppern. Ob an deiner Universität, dauerhaft im Unternehmen oder vorübergehend während der Semesterferien – die Möglichkeiten, neben dem Studium Geld zu verdienen, sind vielfältig. Je nach Art des Studentenjobs gibt es allerdings einige Rahmenbedingungen zu beachten.

Das Klischee der entspannten Studentenjahre hält sich immer noch hartnäckig – obwohl der Alltag von Studenten heutzutage häufig ganz anders aussieht. Abgesehen von vollgepackten Stundenplänen, haufenweise Prüfungen und Deadlines für Projektarbeiten und Co – immer mehr Studenten jobben zusätzlich neben der Uni, um sich das Studium zu finanzieren oder erste Praxiserfahrungen zu sammeln. Österreichische Studierende haben im europäischen Vergleich sogar besonders häufig einen Studentenjob.

Wie viele Studenten haben neben dem Studium einen Job?

Die Studie Eurostudent hat das Verhalten von Studenten in 28 europäischen Staaten untersucht und hat dabei festgestellt, dass mehr als die Hälfte der Befragten zum Zeitpunkt der Studie einen Nebenjob hatte. Österreich liegt dabei mit 61 Prozent der Studierenden sogar über dem Durchschnitt. Insgesamt arbeiteten die Befragten durchschnittlich 5 bis 20 Stunden die Woche nebenbei. Zusammen mit der Zeit, die für Vorlesungen, Projekte und Lernen benötigt wird, liegt das wöchentliche Arbeitspensum in 90 Prozent der Länder bei deutlich über 40 Stunden – also mehr als ein durchschnittlicher Arbeitnehmer. Von wegen faules Studentenleben! Der ausschlaggebende Grund für einen Nebenjob ist das Gehalt: Die Hälfte der Befragten gab an, ihr Studium nicht ohne Nebenjob stemmen zu können und ein Viertel leidet nach eigenen Aussagen sogar unter ernsten finanziellen Schwierigkeiten.1

Warum ein Studentenjob sich lohnt

Die Vorteile eines Studentenjobs liegen klar auf der Hand. An erster Stelle steht für viele die Finanzierung des Studiums und des Lebensunterhalts. Studieren ist teuer: Miete, Verpflegung und auch Freizeitaktivitäten wollen schließlich bezahlt werden. Gerade an beliebten Standorten und in Großstädten wie Wien, Linz, Innsbruck und Graz sind die Lebenshaltungskosten in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen. Nur mithilfe von Erspartem stößt man da schnell an seine finanziellen Grenzen und auch die Unterstützung durch die eigenen Eltern reicht nicht bei jedem Studierenden aus, um alle Kosten zu decken.

 

»Viele Arbeitgeber bevorzugen Bewerber, die bereits praktische Berufserfahrungen mitbringen.«

Ein weiterer Vorteil eines Nebenjobs ist die Praxiserfahrung, die man beim Jobben sammeln kann. Bei fast jeder Beschäftigung gilt es, wichtige Soft Skills aufzubauen und zu trainieren, zum Beispiel Belastbarkeit, Teamfähigkeit und Selbstständigkeit. Arbeitest du in einem Bereich, der zu deinem Studiengang und Berufswunsch passt, eignest du dir sogar schon Fachkenntnisse an, die dir im späteren Berufsleben zugutekommen. Das hilft auch bei der Jobsuche nach dem Abschluss: Viele Arbeitgeber bevorzugen Bewerber, die bereits praktische Berufserfahrungen mitbringen. Manche Unternehmen übernehmen ihre Werkstudenten sogar nach deren Abschluss, sodass man als Absolvent gar nicht erst einen neuen Job suchen muss.

Welche Studentenjobs gibt es?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, nebenher Geld zu verdienen. Als studentische Hilfskraft bist du direkt an deiner Hochschule tätig und unterstützt zum Beispiel in der Lehre oder Verwaltung. Viele Hilfskräfte sind bei der Fakultät angestellt, in der sie studieren. So kann man nämlich besonders viele fachliche Kenntnisse sammeln, die zur Studienrichtung passen.

Neben der Hochschule bieten auch viele Unternehmen passende Jobs an. Hier kannst du als Werkstudent oder im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung eingestellt werden. Ein Werkstudent darf bis zu 20 Stunden wöchentlich arbeiten, ein geringfügig Beschäftigter so viele Stunden, bis die Höchstgrenze von derzeit 460,66 Euro im Monat erreicht ist. Wenn du im laufenden Semester nicht genug Zeit hast, kannst du dir auch einen kurzfristigen Ferialjob für die Semesterferien suchen. Hier gilt die Begrenzung der wöchentlichen Arbeitszeit nämlich nicht.

Viele Studierende entscheiden sich immer noch gerne für klassische Studentenjobs wie Kellnern, Kassieren oder eine Stelle als Aushilfe im Verkauf. Andere suchen gezielt nach Unternehmen und Institutionen, die zum angestrebten Beruf passen und sich gut im Lebenslauf machen. Einen Job findest du zum Beispiel in sozialen Medien oder Online-Jobbörsen. Viele Hochschulen bieten außerdem eigene Jobbörsen, Vermittlungen oder Aushänge mit Stellenangeboten am Schwarzen Brett an.

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Rechtliche Rahmenbedingungen von Studentenjobs

Welche Rahmenbedingungen du beim Thema Nebenjob bezüglich Versicherung, Steuern und Studienbeihilfe einhalten musst, hängt von der Art der Beschäftigung ab. In jedem Fall solltest du dich vorab gut über die geltenden Höchstgrenzen informieren, damit sich dein Job letztendlich nicht nachteilig auswirkt.

Wie viele Stunden darf ich neben dem Studium arbeiten?

Außerhalb der vorlesungsfreien Zeit kannst du bis zu 20 Stunden pro Woche im Nebenjob arbeiten, ansonsten wird ein höherer Krankenkassenbeitrag fällig. Bei geringfügigen Beschäftigungen sind meist 10 Stunden pro Woche üblich.

Wie viel darf ich bei einem Ferienjob in den Semesterferien arbeiten?

In der vorlesungsfreien Zeit gilt die 20-Stunden-Regel nicht mehr. Bei einem Ferialjob kannst du also sogar in Vollzeit bei deinem Arbeitgeber tätig sein.

Wie viel Geld darf ich als Student bei der Arbeit verdienen?

Wenn du Studienbeihilfe bekommst, solltest du nicht mehr als 15.000 Euro im Jahr verdienen, andernfalls kann sich das auf die Höhe deiner Studienbeihilfe auswirken.

Und was Steuern betrifft: Hier gibt es in Österreich einen Grundfreibetrag von 12.000 Euro im Jahr. Falls du mit deinem Job insgesamt unter der Jahresgrenze liegst und dir zwischenzeitlich Steuern vom Gehalt abgezogen wurden, kannst du dir das Geld im neuen Jahr mit der Steuererklärung wieder zurückholen.

Bei einer geringfügigen Beschäftigung darfst du monatlich maximal 475,86 Euro einnehmen, dafür fallen aber auch keine Sozialabgaben oder Steuern an.

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